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Veröffentlicht am 15.02.2017 von Johannes R. Buch

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Sigur Rós – Slow-Motion Rock aus Island

Melancholische Melodien zu sphärischen Klängen, ambientlastiger und von Streichern unterlegter Postrock in Slow-Motion. Das macht und kann so nur Sigur Rós, die isländische Band-Formation, die nun schon seit über 20 Jahren an experimentellen Sounds werkelt.

Bandgeschichte

Gegründet wird die Band im Jahre 1994 von Jónsi, Goggi und Ágúst in Reykjavik, Island. Namensgeberin ist die am Tag der Bandgründung geborene Schwester Jónsis – Sigurrós. 1997 gibt die Band ihr Debüt mit einem noch eher düsteren Album. „Von brigói“ erscheint im Folgejahr, ein Remix-Album der alten Songs – wegen der langen Suche nach einem gemeinsamen Sound. Der Schlagzeuger Ágúst verlässt 1999 die Band und wird von Orri Páll Dýrason ersetzt. Seit 1998 spielt auch zusätzlich ein Keyboarder in der Band. „Ágaetis byrjun“ erscheint im Jahre 2000, setzt die düstere Grundstimmung der Band fort, wird aber nun durch ein Orchester unterstützt und deckt somit alles von introspektiven Klängen bis zu orchestralen Ausbrüchen. Eine englische Plattenfirma namens FatCat-Records entdeckt die Band und macht sie später in Europa und den USA bekannt.

Introspektive Klängen bis zu orchestralen Ausbrüchen

Sigur Rós beginnt nach guten Kritiken als Vorband von Radiohead zu spielen und touren auch alleine durch die Staaten. „Ný batteri“ ist das nächste Album. Auf der Expo 2000 in Hannover spielt die Band am Nationentag für Island. Einen Auftritt bei US-Showmaster David Letterman hingegen lehnte die Band aufgrund der zu kurzen Spielzeit ab. Ihr nächstes Album nimmt die Band in einem ehemaligen Schwimmbad auf, welches sie aufwendig zum Tonstudio umfunktionierten. Das namenlose Album wird in einer Phantasie-Sprache gesungen, ist ruhig und minimalistisch. Später nennt die Band das Werk „untitled 1-8“.

„Takk…“

Mit „Takk…“, zu Deutsch „Danke“, wird die Musik Sigur Rós´ noch offener, freundlicher und eingängiger und ist den Fans gewidmet, die es der Band möglich machten von der Musik zu leben. 2006 veranstalten sie eine Welttournee durch Europa, Asien, USA, Kanada, Australien und Neuseeland. 2007 veröffentlicht die Band ein Doppelalbum mit bisher nicht veröffentlichten Songs und zeitgleich eine DVD mit Aufnahmen ihrer Island-Tour. „All Alright“ ist auf dem Folgealbum der erste englisch-sprachige Song und wurde in den legendären Abbey Road Studios aufgenommen, in denen auch einst die Beatles ihr „White Album“ aufnahmen. „Inni“ sollte 2010 rauskommen, wird aufgrund von Soloprojekten der Bandmitglieder verworfen. Bis 2013 kommen noch 2 Alben heraus.

Für 2016 ist eine große Tour durch Europa geplant

Kjartan, einziger studierter Musiker der Band verlässt diese zur Jahreswende 2012/2013. „Wir haben bewiesen, dass man kein ausgebildeter Musiker sein muss, um interessante Musik zu machen.“ – so der Tonus der anderen Bandmitglieder. Sigur Rós hatten schon einen Gastauftritt in der amerikanischen TV-Serie Game of Thrones und komponierte den Soundtrack zum isländischen Film „Engel des Universums“. Am ehesten vergleichbar ist die Musik mit der ebenfalls aus Island stammenden Bjork. Die Songs der Band sind oft über 10 Minuten lang. Für 2016 ist eine große Tour durch Europa geplant. Weitere Infos findet man auf der Homepage der Band.

photocredit: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Reykjavik05a-01.jpg#globalusage

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