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Veröffentlicht am 06.02.2016 von Johannes R. Buch

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Air – The Remixes Vol.1 und Vol.2

Wir erinnern uns alle an das 1998 veröffentlichte Album „Moon Safari“ der Band Air, mit den Charterfolgen „La Femme D´Argent“ und „All I Need“. Kaum eine andere Band schafft es, dermaßen kuschelige Alben mit so einem großen Aufgebot an Instrumenten zu vertonen. Nun entstanden in Regie der französischen Formation zwei neue Remix – Longplayer.

Bandgeschichte

Der Name der Band Air bedeutet sprichwörtlich Luft, steht laut dem Sänger Jean-Benoit Dunckel, der die Band 1995 zusammen mit Nicolas Godin gründete aber für „Liebe, Fantasie und Traum“. Im Februar 2005 erhielt die Band den französischen Orden der Künste und Literatur. Bislang hat die auf elektronische Sounds setzende Band insgesamt 10 Alben herausgebracht. Die Musiker verwenden dabei analoge Synthesizer von Korg und Moog. Auch setzen sie regelmäßig Vocoder ein. Die Songs sind spielerisch, verträumt und ruhig – mit ungewöhnlichen Soundstrukturen.

The Remixes – Vol.1 und Vol.2

Spätestens ab dem dritten Song mit markantem Bassintro und experimentellen Synthie – Klängen wird dem Hörer klar, dass er sich gerade die neue Scheibe von Air anhört, die 2015 erschienen ist. „Casanova 70 – The Secret of Cool“ begeistert mit verträumten Trompeten, sphärischen Melodien und einem an die 70er Jahre erinnerndem Gitarrensolo, welches hier und dort immer wieder auftaucht. Auch eine angezerrte Orgel findet auf dem Song noch Platz. Die Drums unterstützen dabei geradezu intuitiv und mit reichlich Sorge fürs Detail. Der vierte Song folgt dem „Casanova 70“ – Thema, heißt „Moodswings“, was so viel wie Stimmungsschwankungen bedeutet und ist ein wenig progressiver als sein Vorgänger.

Auch eine angezerrte Orgel findet auf dem Song noch Platz

Die Gitarre erinnert an düstere Pink Floyd Alben. „Sexy Boy“, der laszivste Song des „Moon Safari“ Albums ist auf „The Remixes – Vol.1“ mit gleich 4 Remixen und zusätzlich einer Coverversion von der Band Taormina vertreten. „All I Need“, der zeitlose Klassiker ist dagegen als Original auf dem Album zu finden. „The Remixes – Vol.2“ wartet mit zwei Radioremixen auf. „Alpha Beta Gaga“ findet hier gleich viermal Platz, u.a. rappt Mark Ronson zu den fröhlichen Pfeifgesängen.

Air schafft es mit diesem Doppelalbum einmal mehr, ihr Gespür für das richtige Quäntchen Elektronik zu handgemachter Musik unter Beweis zu stellen. Songs wie „Surfing on a Rocket“ sind einfach schön anzuhören, ohne den Zuhörer dabei zu sehr einzuspannen.

Wer auf spannende und musikalisch bestechende Musik etwas abseits des Mainstreams steht, sollte sich die Doppelscheibe unbedingt mal anhören.

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